DIE FERIEN-FAHRRAD-SCHULE – DAS NEUE RADFAHRTRAINING
20.04.2021
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Die Initiatoren des Deutschen Fahrradpreises haben unser Projekt „DIE FERIEN-FAHRRAD-SCHULE –DAS NEUE RADFAHRTRAINING“ als „Projekt der Woche Nr. 7“ ausgewählt!

Durch die Corona bedingten Ausfälle des Radfahrtrainings, welche normalerweise in Jahrgang 4 der Grundschulen vorgenommen werden, entstand die Idee der Ferien- Fahrrad-Schule unter den jeweils gültigen Rahmenhygieneplänen. In Kooperation zwischen Schule (IGS Flötenteich in Oldenburg – Polizei vor Ort (ein Lehrer und ein Verkehrssicherheitsberater PI Oldenburg) wurde das Konzept erarbeitet und an vier Terminen in Oldenburg an der IGS Flötenteich durchgeführt. Bei diesen Trainings nahmen jeweils 20 Grundschülerinnen und -schüler (SuS) teil (Sommerferien und Herbstferien), die von einem Team  Erwachsener und älteren, jugendlichen Fahrradcoaches der IGS Flötenteich professionell begleitet werden.  Über dieses fachlich und pädagogisch kompetente mehrköpfige Trainer*innenteam werden optimale Gelingenheitsbedingungen für die Ferien-Fahrradschule geschaffen:  das Training der Ferien-Fahrradschule wird an einem Vormittag absolviert (8 – 13 Uhr),  Ressourcen der beteiligten Kooperationspartner*innen werden optimal genutzt und die jungen Schüler*innen (Jg.5) werden in Kleingruppen gut begleitet und betreut (von 11 Personen auf 4).  Die jugendlichen Coaches sind in diesem freizeitsportpädagogischen Projekt eine besondere Bereicherung für die Betreuung der Kinder. Die Jugendlichen übernehmen verantwortlich ihre Vorbildfunktion, sie werden von den Kindern als Coach aber auch als „Freund oder Freundin“ wahrgenommen. Jugendliche Coaches haben einen „kurzen, guten Draht“ zu Kindern. Sie können sich gut in die Rolle von Kindern hineinversetzen, kennen deren Bedürfnisse bzw. Vorlieben, denn ihre eigene Kindheit ist noch viel präsenter, haben oftmals selbst jüngere Geschwister bzw. kennen Familien mit Kindern. 

Das Training findet in drei Blöcken statt: Theorie/Parcours und Ausfahrt. Ein Klasse wird somit in drei Gruppen geteilt und durchlaufen nacheinander die Blöcke. In der Theorie wird das bereits in der Grundschule erworbene Verkehrswissen gefestigt und ggf. erweitert. Im Parcours werden die koordinativen Fähigkeiten sowie erste Verkehrsrelevante Verhaltensweisen angebahnt und geschult (z.B. enge Fahrbahnen befahren oder Spurwechselu.v.m.) In der Ausfahrt sind zwei Erwachse eingesetzt / in der Theorie und dem Parcours jeweils ein Erwachsener, die dann in Kleingruppen à 4 – 5 SuS die Ausfahrt vornehmen und während der Fahrt direkt auf die jeweils an den entsprechenden Verkehrspunkten (Kreuzung/Ampel/Fußgängerquerungshilfen u.v.m.) auf die besonderen Verhaltensweisen als Radfahrende Verkehrsteilnehmer eingehen können. Es erfolgt somit eine unmittelbare Rückmeldung, sodass vor Ort eine verhaltensadäquate Verkehrsteilnahme angebahnt werden kann. Dieses Konzept wurde der Landesverkehrswacht und dem Kultusministerium vorgestellt. Beide Institutionen haben die Idee sehr begrüßt und das Konzept als umsetzbar und förderungswürdig erachtet. So wurden die Fachberater Mobilität (RLSB) beauftragt, ein Umsetzungsplan für alle weiterführenden Schulen in Niedersachsen zu entwickeln und zu verteilen. Zahlreiche Trainings wurden an den Schulen umgesetzt. Zudem wurde ein Film produziert (in Kooperation mit Oeins/Oldenburg und NLQ), der die Durchführung des Trainings visualisiert und erklärt. Dieser kann gerne per Wetransfer gesendet werden.