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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Schule ohne Rassimsus – Schule mit Courage

Unsere Schule ist eine Courage – Schule. Das heißt, dass wir uns für ein offened Miteinander einsetzten bei dem Diskriminierung keinen Platz hat. Dieses Verständnis soll bei uns jeder Zeit gelebt werden. Es ist die Aufgabe von jeder einzelnen und jedem einzelnen von uns, Lehrer*innen wie Schüler*innen, dass wir uns gegenseitig mit Respekt und Verständnis begegnen.

Dazu hat sich im April 2020 die Schüler- sowie Lehrerschaft verpflichtet und seit Dezember 2021 ist unsere Schule offizielles Mitglied von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das ist ein deutschlandweites Netzwerk aus Schulen, die sich mit Aktionen und Projekten gegen Ausgrenzung, Rassismus und für Gleichberechtigung einsetzen. Dabei werden wir von unserer Regionalkoordination, dem IBIS e.V. unterstützt. Unser Pate, der CSD Nordwest e.V., steht uns außerdem zur Seite.

Das Courage-Netzwerk hat außerdem eine eigene Zeitung. Dort finden sich Berichte, Interviews oder Poetry Slams von Schüler*innen von Courage-Schulen zu aktuellen Themen: Mobbing, Umgang mit Rassismus und Diskriminierung, Klimakrise, psychischen Krankheiten, queere Identität, Schönheitsideale und Fluchterfahrungen. Dort rein zu lesen lohnt sich: qrage.org

Mit Aktionen und Projekte zu diversen aktuellen Themen will die Gruppe ACT@school unserer Aufgabe nachkommen. Wir bestehen aus Schülern und Schülerinnen unterschiedlicher Jahrgänge. Ein kleiner Teil von uns hat 2020 das Projekt gestartet und nun arbeiten wir an eigenen Aktionen, wie zuletzt dem Spendensammeln für Geflüchtete aus der Ukraine, und unterstützen weitere Aktionen unserer Schule zum Thema Antirassismus und Co. Wir freuen uns über neue Gesichter! Hast du Fragen zu uns, dann melde dich: act@igs-floetenteich.eu

 

Bericht vom CSD 2020

Übersicht über Gedenk- und Aktionstage

 

 

Regenbogenflaggen an der IGS

Wahrscheinlich habt ihr sie alle schon gesehen: auf dem Gelände unserer Schule und im Gebäude hängen bunte Flaggen in den Farben des Regenbogens. Doch was hat es damit auf sich?

Mit den Regenbogenflaggen zeigt die IGS Verbundenheit und Solidarität zur LGBTQ+ Community. Die Regenbogenflaggen sind das Symbol dieser Gemeinschaft und stehen für Stolz und Vielfalt. LGBTQ+ ist eine Abkürzung für Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer und Intersex. Auf Deutsch steht das also für lesbisch, schwul, bisexuell, trans und queer. Das Plus umfasst alle weiteren Bezeichnungen für sexuelle Orientierungen und Identitäten.

Dabei geht es um Menschen, die nicht heterosexuell und cisgender ist. Das ist zum Beispiel jemand, der mit dem Körper eines Jungen geboren wird, sich als Junge fühlt und auf Mädchen steht, andersrum auch bei Mädchen. Zur LGBTQ+ Community gehören Menschen, die andere sexuelle Orientierungen und Identitäten haben. Zum Beispiel Personen, die auf Menschen mit dem gleichen Geschlecht stehen oder sich nicht ihrem biologischen Geschlecht angehörig fühlen. Es gibt noch viele weitere sexuelle Orientierungen und Identitäten. Falls dich das Thema interessiert, schau hier mal vorbei:

https://www.kindersache.de/bereiche/wissen/natur-und-mensch/was-ist-lgbtqi

Auch heutzutage werden Mitglieder der LGBTQ+ Community diskriminiert, zum Beispiel in dem sie beschimpft oder ausgegrenzt werden. Es gibt Menschen die z.B. offen homophob sind, es also nicht okay finden, wenn eine Frau mit einer Frau zusammen ist oder ein Mann einen Mann liebt. Auch haben Schwule und Lesben, sowie trans-Menschen und viele weitere, immer noch nicht die gleichen Rechte und werden oft in ihrem sozialen Umfeld nicht vollständig anerkannt.

Mit den Regenbogenflaggen zeigen wir:
An unserer Schule akzeptieren wir alle Formen der Liebe und die verschiedenen Identitäten. Niemand darf wegen seiner sexuellen Orientierung oder seiner Identität diskriminiert werden!

 

Tag der Menschenrechte

Am Donnerstag, dem 10. Dezember, fand der Tag der Menschenrechte statt, zu dem wir, die Projektgruppe Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, eine Aktion gestartet haben.
Wir haben uns einige der 30 offiziellen Menschenrechte vorgenommen, welche wir mit der Unterstützung von mehreren Lehrkräften und deren Klassen ab dem 10.12. an unserer Schule ausstellen.

Die Klassen 7b, 7d, 7f, 8e, 9d, 10b, 10e, 10f und 11b haben sich jeweils eines oder sogar mehrere Menschenrechte ausgesucht, welche sie auf verschiedenste Weisen präsentieren. Die Ausstellungsstücke sind an der Glasfassade des dritten Gebäudes zu sehen. So werden die Schüler*innen und auch Spaziergänger*innen darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die Menschenrechte auch im Alltag wahrzunehmen.

Am Donnerstag besuchte uns der Oeins und berichtete über unsere Ausstellung. Den Beitrag dazu findet ihr hier, ab Minute 15:29

Trotz Corona geben wir unser Bestes und versuchen so viele Projekte wie möglich zu planen und durchzuführen. Dies ist eines davon und wir hoffen auch auf viele weitere im nächsten Jahr.

 

Rassismus im Alltag – tu selbst etwas dagegen!

 Rassismus begegnet uns oft im Alltag. Beim Einkaufen, im Fernsehen oder im Internet. Vor allem die Werbung beinhaltet fast ausschließlich weiße Menschen. Das fällt uns oftmals nicht bewusst auf, jedoch werden wir meist von diesen Eindrücken indirekt beeinflusst. Besonders kritisch ist dabei der Aspekt der Hautfarbe, hier etwa bei der Benutzung von Pflastern. Viele Pflaster sind beige, wahrscheinlich mit der Intention auf der Haut nicht aufzufallen. Doch was ist, wenn die Haut einen dunkleren oder helleren Farbton hat?

Uns ist ein Produkt von der Firma Eberhard Faber ins Auge gefallen, welches mit einer vermeintlichen „Hautfarbe“ beworben wird. Dabei ist klar, dass dies ein Verweis auf die beige Wachsmalkreide ist.
Wir, als Gruppe „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“, haben bereits eine E-Mail an die Firma geschrieben, mit der Forderung ihre Marketingentscheidungen zu überdenken. Die Antwort von Eberhard Faber viel unbefriedigend aus.
Sie weichen unseren Vorwürfen aus, indem sie behaupten, man könne auch „dunkelblau“ als Hautfarbe definieren oder grüne Marsmännchen malen. 
Demnach scheint es, als hätten sie unsere Kritik nicht verstanden. Denn Rassismus betrifft eben nicht grüne Marsmännchen, sondern reale Personen und deren Gefühle.

In einer weiteren E-Mail erwähnte Eberhard Faber den Begriff „Rasse“, welcher in Bezug auf Menschen grundlegend falsch und zusätzlich abwertend ist. Denn es ist biologisch erwiesen, dass es keine verschiedenen „Menschenrassen“ gibt.
Um den Druck auf die Firma Eberhard Faber zu erhöhen und die Welt ein Stück toleranter zu machen, rufen wir zu einer Mitmachaktion auf. Dazu kopiert ihr einfach die untenstehende E-Mail, fügt euren Namen ein und schickt diese an info@eberhardfaber.de!

Vielen Dank für euer Engagement!

Eure „Schule ohne Rassismus“ Gruppe

 

Mailvorschlag:

Sehr geehrtes Eberhard Faber Team,

mit dieser Email möchte ich meine Kritik an dem Produkt „Wachsmalkreiden dreiflächig 8+2 Plastikbox“ (5124011) zum Ausdruck bringen. Das Coverdesign Ihres Produktes vermittelt, durch die explizite Erwähnung der „Hautfarbe“ im Zusammenhang mit der bildlichen Darstellung einer hellen Gesichtsfarbe der Insekten, den Eindruck, dass eine hellere Hautfarbe normaler sei als eine dunklere Hautfarbe. Durch diese Darstellungsweise liegt es nahe, dass sich Kinder mit dunklerer Hautfarbe ausgeschlossen fühlen.

Sie selbst sagen auf Ihrer Website aus, dass sie Kinder mit ihren Produkten stärken und zur Kreativität anregen wollen, deswegen ist es widersprüchlich, dass Sie mit rassistischen Motiven und Schriftzügen werben. Denn kein Kind kann sich stark fühlen, wenn es durch Produkte wie Ihre diskriminiert und ausgeschlossen wird.

Ich fordere, dass Sie dieses Produkt aus Ihrem Sortiment nehmen oder umgehend das Design der Verpackung ändern.

Mit freundlichen Grüßen

 

Training gegen Hass im Netz – LOVE Storm

Hass im Netz begegnet vielen von uns täglich. Wir lesen Hate-Kommentare, bekommen vielleicht sogar Cyber Mobbing mit oder werden selbst Opfer davon. Doch wie kann man einschreiten und anderen helfen oder Zuschauende zur Unterstützung auffordern?

Genau das haben wir in einem Workshop von LOVE Storm zum Thema Digital Courage am 02.04.2021 trainiert. Digital Courage bedeutet, im Internet Mut zu beweisen und sich einzuschalten, wenn man mitbekommt, dass jemand fertig gemacht wird. Das Onlinetraining wurde von Martin Kühnemund und Clara Iwig geleitet und beinhaltete unter anderem zwei Rollenspiele. Dabei konnte man selbst die Rolle von Täter*in, Zeug*in oder Opfer einnehmen und so hautnah erleben, wie sich Hatespeech anfühlt.

Wenn du lernen möchtest, wie du dich selbst im Internet für andere einsetzen kannst, können wir dir das Training von LOVE Storm sehr empfehlen! Einen Workshop für deine Klasse oder eine andere Gruppe aus Schüler*innen unserer Schule können wir für euch organisieren. Der wäre für euch kostenlos, da der Präventionsrat Oldenburg die Finanzierung übernimmt. Bei Interesse meldet euch gerne bei uns: schule.ohne.rassismus@igs-floetenteich.eu

Für mehr Infos über LOVE Storm und weitere Angebote, wie kostenlose Workshops zum Beispiel, schau mal hier vorbei: https://love-storm.de/

Vielen Dank an Martin und Clara für das Training, an den Präventionsrat Oldenburg für die Finanzierung und an alle Teilnehmenden aus den Klassen 9f, 10b, 11a und 11d!