
Unsere Schule ist eine besondere Schule. Das merkt man im Alltag, in den Fluren, in Gesprächen mit unseren Schülerinnen und Schülern – und ganz besonders in der Lernzeit. Wir möchten Kindern und Jugendlichen nicht nur Wissen vermitteln, sondern ihnen helfen, sich in einer komplexen Welt zu orientieren, Zusammenhänge zu erkennen und eigene Standpunkte zu entwickeln.
Deshalb arbeiten wir in der Sekundarstufe I im Bereich Gesellschaftslehre nicht nur in einzelnen Fächern, sondern in Lernfeldern. So können Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und miteinander verbunden werden. Die Schülerinnen und Schüler erleben, dass gesellschaftliche Fragen selten nur ein einziges Fach betreffen. Geschichte, Politik, Wirtschaft, Geografie, Religion oder Naturwissenschaften greifen oft ineinander – und genau so erschließt sich auch die Wirklichkeit.
In den Lernfeldern fragen wir nicht nur: Was ist passiert? oder Wie funktioniert etwas? Sondern auch: Warum ist das wichtig?, Was hat das mit unserem Leben zu tun? und Wie wollen wir als Gesellschaft und als einzelne Menschen handeln? So verbinden wir fachliches Lernen mit Demokratiebildung, Eigenständigkeit und Orientierung.
Lernen an bedeutsamen Fragen
Unsere Lernfelder sind an Themen orientiert, die Kinder und Jugendliche wirklich angehen. Sie untersuchen Zusammenhänge, recherchieren, diskutieren, vergleichen Perspektiven und entwickeln eigene Produkte. So wird Lernen bei uns handlungsorientiert und produktorientiert.
Das bedeutet: Schülerinnen und Schüler lesen nicht nur Texte und beantworten Fragen, sondern erstellen Präsentationen, recherchieren zu eigenen Schwerpunkten, führen Interviews, entwickeln Ausstellungen, Podcasts, Modelle oder andere Produkte. Sie lernen, sich Wissen selbstständig zu erschließen, gemeinsam zu arbeiten und Ergebnisse sichtbar zu machen.
Dabei ist uns wichtig, dass Kinder nicht nur Vorgaben abarbeiten, sondern auch eigene Interessen einbringen können. Innerhalb eines Lernfeldes gibt es deshalb Freiräume für eigene Fragen, Zugänge und Schwerpunktsetzungen.
Demokratie lernen – nicht nur darüber sprechen
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Lernfelder ist die Demokratiebildung. Schülerinnen und Schüler sollen politische und gesellschaftliche Entwicklungen nicht nur kennenlernen, sondern verstehen und einordnen können. Sie sollen lernen, Fragen zu stellen, Informationen kritisch zu prüfen, unterschiedliche Positionen auszuhalten und sich ein eigenes Urteil zu bilden.
In einer Welt, die oft unübersichtlich und widersprüchlich wirkt, möchten wir Kindern und Jugendlichen Orientierung geben. Dazu gehört für uns auch, dass sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, selbstständig zu arbeiten und sich als wirksam zu erleben.
Gut vorbereitet – auch für die Oberstufe
In der gymnasialen Oberstufe werden Geschichte, Politik-Wirtschaft und Erdkunde dann wie an anderen Schulen fachbezogen unterrichtet. Unsere Schülerinnen und Schüler wechseln also gut vorbereitet in die klassischen Fächer der Sekundarstufe II. Am Ende steht auch bei uns das Zentralabitur.
Die Erfahrung zeigt: Wer in den Lernfeldern gelernt hat, Zusammenhänge zu erkennen, eigenständig zu arbeiten, Fragen nachzugehen und Ergebnisse zu präsentieren, bringt wichtige Voraussetzungen mit, um auch in der Oberstufe erfolgreich arbeiten zu können.