
Der Kurs Darstellendes Spiel Jg. 12 unter der Leitung der Lehrkraft Frau Meyer hat das Märchen „die Bremer Stadtmusikanten“ als selbstverfasstes, modernes Theaterstück mit dem Titel „Snoop Dogg und seine Dudes“ im Mai auf die Bühne gebracht.
Im Theaterstück werden die vier Märchenfiguren – Esel, Hahn, Katze und Hund – zu Symbolfiguren für Menschen, die wegen ihres Alters oder ihrer Herkunft ausgegrenzt werden.

Die Tiere, die im Märchen von ihren Besitzern als wertlos angesehen und aus ihrem bisherigen Leben verdrängt werden, verlieren ihr Zuhause und müssen fliehen, um zu überleben. Im Theaterstück sind es vier in Deutschland lebende Menschen, deren Lebensexistenzen gefährdet sind, weil sie von Ausgrenzung, Diskriminierung und sozialer Ungleichheit betroffen sind. Anhand dieser vier Symbolfiguren wird die in unserer heutigen Gesellschaft zunehmende Diskriminierung von migrantischen Menschen (Alltagsrassismus), Alters- und Armutsdiskriminierung, Obdachlosigkeit sowie ein zunehmender Rechtsdruck in den Mittelpunkt gerückt.
Die von ihren Besitzern vertriebenen Tiere bzw. Figuren werden gezwungen, sich eine neue Existenz aufzubauen und machen sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause bzw. nach einer neuen Arbeit. Sie wünschen sich Sicherheit, eine Wohnung, Arbeit, Bildung und die Chance, Teil der Gesellschaft zu werden. Im Theaterstück treffen sie beim Arbeitsamt aufeinander, wo sie abgewiesen werden und für alle die Arbeitssuche erfolglos bleibt. Gemeinsam fassen die vier den Plan, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und ihr Glück als Straßenkünstler*innen zu versuchen. Wie die Tiere im Märchen hoffen sie, so erst einmal durch den Alltag zu kommen. Ihre Gemeinsamkeit und Solidarität gibt ihnen Kraft und Hoffnung und nimmt ihnen die Angst, völlig allein und hilflos zu sein.
Nicht wie im Märchen treffen die Tiere auf Räuber in einem Wald, sondern die Symbolfiguren treffen auf eine Gruppe rechtsextremer Fußballfans, die sich in einem Vereinsheim versammelt haben. Dort werden fremdenfeindliche und rassistische Parolen verbreitet sowie Hass gegen Geflüchtete, Migranten und andere Minderheiten geschürt. Die Szene zeigt, wie Vorurteile, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit entstehen und welche Folgen sie für Betroffene haben können.

Die vier Figuren treten gemeinsam und solidarisch auf und stellen sich den Hassparolen entgegen. Durch ihren Zusammenhalt machen sie deutlich, dass Ausgrenzung und Diskriminierung überwunden werden können, wenn Menschen füreinander einstehen. Am Ende finden sie – wie im Märchen – einen sicheren Ort und zeigen, dass Vielfalt, Solidarität und gegenseitiger Respekt stärker sind als Hass und Ausgrenzung.
Mit dem Theaterstück „Von den Bremer Stadtmusikanten zu Snoop Dogg und seine Dudes“ wird eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen und die Stärkung demokratischer Werte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung und Solidarität thematisiert.
Die Premiere des Theaterstücks war ein großer Erfolg. Der Applaus des Publikums und das positive Feedback im Nachgespräch mit dem Publikum hat allen Schüler*innen des Dhttps://www.igs-floetenteich.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2246-225×300.jpegS Kurses große Wertschätzung für ihre Arbeit gegeben.


