Winterkonzert 2019
09.01.2020
Kategorie: MuKuBi
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Am Donnerstag, den 12. Dezember 2019, war es mal wieder so weit: Die Ergebnisse halbjährigen Übens der Bläserklassen von Klasse 5 bis Klasse 10 und der Big Band wurden auf unserem Winterkonzert präsentiert. Besonders deutlich wird auf diesen Winterkonzerten, welche Fortschritte die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Jahre in ihrer musikalischen Ausbildung im Rahmen von Bläserklasse machen.

Während die 27 neuen Musiker und Musikerinnen aus der 5b stolz sind, die schon (fast) vollkommene Beherrschung der ersten fünf Töne einer Dur-Tonleiter im Rahmen kleiner Übungsstückchen, die sie fantasievoll mit zu Weihnachten passenden Titeln versehen hatten, präsentieren zu können, spielt die 10b unter der Leitung von Christina Hejny  mit Hawaii Five-O Theme von Mort Stevens und Jitterbug! von Robert Buckley hoch anspruchsvolle weihnachtliche Unterhaltungsmusik.

Dazwischen gab es beachtliche Fortschritte bei der 6b, für deren Leitung der vorletztes Jahr neu zu uns gekommene Musiklehrer Ralf Rocker dieses Jahr ganz alleine verantwortlich war. Diese jungen Menschen, die mal gerade ein Jahr mit ihren Instrumenten gearbeitet haben, konnten modernste Musik wie „Lady in Black“ und „Havana“ präsentieren, hatten aber auch durchaus Spaß an dem rotnasigen Rudolf und eher etwas weniger hochdeutsch klingenden Weihnachtstiteln wie „Es wird schon gleich dumpa“. Dass die Sechstklässler in Ralf Rocker einen Dirigenten mit Humor erwischt haben, konnte man den rentierähnlichen Accessoires entnehmen, die – als Verbeugung vor Rudolf sozusagen – nicht nur der Leiter sondern auch Mitglieder der Band trugen.

Auch die 7b unter der Leitung des langjährigen Bläserklassenlehrers Hero Boomgaarden hatte ein Weihnachtslied im Programm, aber auch „Mission Impossible Theme“. Begeistert lauschten die Fünftklässler und flüsterten ihrer Bläserklassenlehrerin zu, dass sie das auch demnächst unbedingt spielen möchten.

Der Bühnenboden ist immer auch ein Boden für Mutproben, die darin bestehen, dass man nicht nur im Schatten seiner etwa 28 Mitmusiker dabei ist, sondern tatsächlich als Solist, als Solosänger, als Moderator alleine vor das die Halle füllende Publikum tritt.

Bei diesem Konzert waren hier natürlich zunächst die beiden Moderatoren aus der 8b zu bewundern. Ole Kreysing und Josta Stiefs waren ausgesprochen gut informiert, ausgesprochen munter und witzig, sehr einfallsreich im Gespräch miteinander und sehr talentiert in der Ansprache an das Publikum, sodass Umbauzeiten gut überbrückt und jede Gruppe gelungen angesagt werden konnten.

Aber auch Emil Fittje, Posaunenspieler aus der 9b und Henry Kramer, Pianist aus der 9b, hatten zwei Tage vor dem Konzert mit großem Lampenfieber zu kämpfen, weil sie ein klassisches Stück zu zweit präsentieren wollten. Wie erleichtert waren die beiden, dass alles gut geklappt hat.

Besonderen Mut müssen außerdem Solosängerinnen aufbringen. Davon hatte die Big Band gleich zwei Exemplare aufzubieten. Clara Warnken, die schon mehrmals auf Schulkonzerten ihr gesangliches Talent präsentiert hat, hatte auch diesmal wieder den Mut ein Gesangssolo zu übernehmen. Auch Ruth Bolivar stellte sich dieser schwierigen Aufgabe und begeisterte die Zuhörer mit ihrer warmen Stimme wie ihre Kollegin in ganz besonderem Maße.

Der Tribut der 9b an Weihnachten schien mit dem Solo von Emil und Henry abgegolten gewesen zu sein, es folgten, unter der Leitung von Dorothea Kreutzer, die beiden Stücke „Raining Men“ und „Beauty and the Beast“, die in ihrer Gegensätzlichkeit besonders schön die musikalische Bandbreite darstellen konnten, die in Bläserklassenarbeit so bedient werden kann.

Ebenso schön auf den Punkt gebracht hat diese musikalische Vielfalt die 8b mit Auszügen aus dem „Nussknacker-Ballett“ von Tschaikowsky einerseits und dem swinging arrangierten Gospel „This little Light of mine“ andererseits unter der Leitung des Urvaters der Bläserklasse an der IGS Flötenteich, Christoph Dane! Diesem engagierten und ewig jung gebliebenen Musiklehrer haben wir es alle zu verdanken, dass vor 20 Jahren entgegen aller möglichen Widerstände und Unkenrufe an unserer Schule Bläserklassen eingerichtet worden sind. Einige Jahre wurde Herr Dane unterstützt von Dorothea Kreutzer und – etwas später – Hero Boomgaarden. Komplettiert wurde das vierblättrige Kleeblatt, das die Bläserklassenarbeit so erfolgreich vorangetrieben und weiterentwickelt hat, vor nun sechs Jahren mit Christina Hejny.

Christina Hejny leitet nicht nur „ihre“ 10b sondern auch die Big Band, in der alle  Bläserklassenschülerinnen und –schüler der höheren Bläserklassen versammelt sind, die nach drei Ensemble- und einer Instrumentalstunde pro Woche immer noch nicht genug Musik gemacht haben und noch ein paar Stücke mehr spielen wollen. Wo die Besten versammelt sind, kann es dann auch leicht mal etwas anspruchsvoller werden. Wer in der Big Band spielt, muss wirklich sehr viel Freude am Musikmachen haben und nicht nur bereit sein, auch am Wochenende mal zu üben, sondern vor allem auch bereit sein, die Schule bei zahlreichen Auftritten in unterschiedlichsten Zusammenhängen zu repräsentieren. Wie fantastisch sich diese Band in den letzten vier Jahren unter der Leitung von Frau Hejny, die besonderes Talent hat mitreißend arrangierte, aktuelle Musiktitel auszuwählen, entwickelt hat, konnte anhand von sechs abwechslungsreichen Titeln eindrucksvoll demonstriert werden.

Nicht nur in der Big Band wird aber jahrgangsübergreifend gearbeitet. Dass fortgeschrittene Musiker durchaus bereit sind, auch jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern unterstützend beizustehen, konnte die 10b demonstrieren. Sie begleitete während ihres Auftritts einen Mittagsfreizeitschor aus den Klassen 5 und 6, der voller Inbrunst und besonderer musikalischer Freude „Feliz Navidad“ für die Zuhörer darbot.

Dass die alten Hasen in die Jahre kommen und man so langsam an Nachwuchs denken muss, zeichnete sich auf diesem Winterkonzert erstmalig ganz deutlich ab. Neben dem schon erwähnten Ralf Rocker, der die 6b leitet, arbeitet sich zurzeit Tabea Zebrowski, die den Auftritt der 5b leitete, in die Bläserklassenarbeit ein und Lars Steinbrenner, der seit vergangenen Sommer Mitglied unseres Lehrerkollegiums ist, konnte auch schon erste Proben seines Könnens mit der Leitung des Titels „Brooklyn“, das die Big Band für die Zuhörer spielte, abliefern. Das richtig anspruchsvolle Werk, dass ohne die Hilfe des Soloposaunisten Mica Grahlmann, wohl nicht so glanzvoll über die Bühne gegangen wäre, hat allen Big Band-Mitgliedern und den Zuhörern so gut gefallen, dass es als Zugabe nach dem fantastischen Auftritt der Big Band den Abend beschloss.

Überraschend viele Gäste waren so gefesselt von der musikalischen Vielfalt und auch Qualität, die ihnen hier geboten wurde, dass sie das fast drei Stunden dauernde Konzert von Anfang bis Ende durchgehalten haben.

Erleichtert wurde ihnen diese Leistung durch die Häppchen, die Lille Rohen mit ihren Schülern und Schülerinnen für die Pause in köstlichster Vielfalt im Foyer aufgebaut hatte.

Ohne Gunnar Greszik und seine Technik-AG hätten wir all diese Ergebnisse natürlich niemals in so gutem Licht und tontechnisch ausgewogen präsentieren können.

Ganz ehrlich: Das Musiker-Techniker-Caterer-Team samt all der fast 200 Menschen umfassenden Schülermannschaft ist doch nach jedem Konzert immer wieder ganz besonders stolz über den Erfolg dieser schulischen Großereignisse und hat jedes Mal das Gefühl: Dieses Mal war es so gut wie noch nie. Wer dieses Mal keine Zeit hatte, sollte auf keinen Fall das nächste Konzert verpassen, um zu verstehen, was wir meinen.

Wir danken allen, die uns zugehört und durch ihren Beifall Anerkennung gezollt haben. Was wäre das alles ohne eine Elternschaft, die uns so viel Wohlwollen und Interesse entgegen bringt.